Viel zu spät will CDU-Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch mit einem 13-Punkte-Plan die Gewaltkrise an Berlins Schulen in den Griff bekommen.
Für Marianne Kleinert, jugendpolitische Sprecherin der Lichtenberger AfD-Fraktion, ist das „blinder Aktionismus kurz vor der Abgeordnetenhauswahl“:
„Mit diesem Plan zündet CDU-Bildungssenatorin Günther-Wünsch kurz vor der Abgeordnetenhauswahl noch Nebelkerzen, um von ihrem Versagen bei der Gewaltkrise an den Berliner Schulen abzulenken. Schlägereien, Drogen, Messer-Gewalt unter Schülern, Psychoterror gegen Lehrer – die schlimmen Zustände an den Schulen in Lichtenberg und in ganz Berlin bestehen bereits seit vielen Jahren. Daher hat unsere AfD-Fraktion in der BVV Lichtenberg auch immer wieder Anträge gestellt, die die Gewalt eindämmen und die Verhältnisse an den Schulen verbessern sollten:
‚Null Toleranz für Gewalt an Schulen – Wachschutz auch an Lichtenberger Schulen!‘ – so lautet der Titel des AfD-Antrags aus dem Jahr 2024. Die AfD-Fraktion forderte darin, dass Lichtenberger Schulen mit Gewaltvorfällen einen Wachschutz bekommen, die Sicherheitskonzepte der Schulen verbessert werden und Metalldetektoren angeschafft werden sollen, um Messer und andere Waffen aus den Schulen herauszuhalten. Das waren sehr sinnvolle Maßnahmen, die wir da vorgeschlagen haben. Der Senat hatte dafür auch bereits finanzielle Mittel bereitgestellt. Leider wurden diese Mittel vom Bezirksamt Lichtenberg nicht abgerufen und unser Antrag wurde von CDU, Linken, Grünen usw. abgelehnt, weil er von der AfD kam.
Natürlich hat unsere Fraktion nicht locker gelassen und im Jahr 2025 den folgenden Antrag gestellt: ‚Schutzmaßnahmen gegen zunehmende Gewalt in Schulen‘. Darin forderte die AfD-Fraktion, das besonders gewalttätige Schüler an eigenen Schulen unterrichtet werden sollen, die mit Wachschutz und speziell dafür ausgebildeten Pädagogen und Sozialarbeitern betrieben werden. Auch dieser Antrag wurde von Linken, SPD, CDU, Grünen usw. in der BVV Lichtenberg abgelehnt, weil man sich lieber hinter der Brandmauer gegen die AfD versteckte als die Realität an den Schulen wahrzunehmen.
In Lichtenberg herrscht ein massiver Schulplatzmangel. Zudem fehlen etwa 80 Lehrkräfte im Bezirk. Unterrichtsausfall ist damit leider auch im neuen Schuljahr wieder vorprogrammiert. Die Folge davon werden – nach dem neuen 13-Punkte-Plan – mehr Lern- und Entwicklungsgespräche mit den Familien sein. Wie die wenigen Lehrer das auch noch hinbekommen sollen, weiß nur Frau Günther-Wünsch, die aber vermutlich nach der Wahl keine Bildungssenatorin mehr sein wird. Zurück bleiben Eltern, Schüler, Lehrer, kaputtgesparte Schulen und eine massive Gewaltkrise.“
