In der Parkaue, einem kleinen Park in Alt-Lichtenberg, liegt eine beliebte Rodelbahn. Am 10. Februar war über Nacht im verschneiten Park eine Fläche schneefrei – 15 Meter breit, 20 Meter lang – und zwar ausschließlich die beliebte Rodelbahn. Der Rodelspaß für die Kinder war dahin.

Doch fangen wir von vorn an: Mitten in Merkel-Lockdown und Klimaerwärmung wurde es in Lichtenberg kalt, eisemausekalt – und es begann zu schneien. Der Schnee blieb liegen und zum ersten Mal in diesem Lockdownjahr hatten die Lichtenberger Kinder eine Freude: Sie konnten rodeln. Rodeln: Toben, Laufen, Rutschen. Ohne Maske, ohne ständige Ermahnungen auf Abstand zu bleiben. Und dann, nach drei Tagen und drei Nächten, war der Schnee verschwunden. Jetzt fragen sich die Anwohner in Lichtenberg: Wer hat das den Kindern angetan?

Zuerst in Verdacht geriet das Ordnungsamt. Was nicht verwundert. Die Berliner Behörden kennen bei den Maßnahmen des Merkel-Lockdowns kein Pardon. Der Rot-Rot-Grüne Senat drückt zwar bei Clan-Hochzeiten ein Auge zu, nicht aber in Schulen und womöglich erst recht nicht bei rodelnden Kindern. Der zuständige Stadtrat dementierte jedoch und kündigt an: »Wir werden Anzeige gegen Unbekannt erstatten.« Es wurde auch vermutet, Nachbarn hätten den Schnee zerstört, weil sich sich vom Lärm der Kinder gestört gefühlt hätten. Eine dritte Möglichkeit, die weniger laut diskutiert wurde: Verängstigte Bürger hätten aus Angst den Schnee vom Rodelberg beseitigt, weil Kinder und Jugendliche die Corona-Maßnahmen nicht mehr befolgt hätten und dicht an dicht johlend und maskenlos auf Baustellenabsperrungen den Abhang hinuntergerutscht sind.

Der Spaß ist jetzt leider vorbei.

Update:

Der zuständige Bezirksstadtrat erklärte in der Sitzung des Ausschusses „Schule und Sport“ der Bezirksverordnetenversammlung am 16. Februar 2021, der NABU habe sich gemeldet. Es sei erwogen, eine Bodenprobe zu nehmen, um die Ursache zu ermitteln.

Andererseits: Eine natürliche Ursache kann auch nicht ausgeschlossen werden: