Drucksache – DS/1608/VIII;

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen: Das Bezirksamt wird ersucht das Aufstellen von Gegenständen, welche die Würde eines Gedenkortes verletzen können, innerhalb eines zu definierenden Mindestumkreises um den äußeren Rand dieser Orte zu untersagen.
Die Kontrolle auf Einhaltung sollte dem Ordnungsamt obliegen.
Weiterhin wird das Bezirksamt ersucht, zur Information der Bürger unter Einbeziehung von bereits öffentlich vorhandenen Datenbanken (z. B.: https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/nc/gedenktafeln/bezirk/bz/lichtenberg/ ) über diesen Sachverhalt ein Informationsblatt mit einer Liste der offiziellen bezirklichen Gedenkorte Lichtenbergs zusammenzustellen und diese Information auch auf der bezirklichen Webseite zu veröffentlichen und dort aktuell zu halten.

Begründung: Lichtenberg verfügt über bekannte Gedenkorte, die ständig im Fokus der Öffentlichkeit stehen, aber auch über etliche kleinere und z. T. abseits gelegene Orte, wie z. B. Gedenkstelen in Parks oder am Rande von Kleingartengebieten, die gerade deshalb auch eines besonderen Schutzes zum Erhalt ihres Errichtungsanlasses bedürfen. Durch Abstellen von ungeeigneten Gegenständen (wie z. B. Mülltonnen, siehe Anhang), ist die Würde von Gedenkorten nicht mehr gewährleistet.

Anhang

Beispielfotos: Gedenkstele Herta und Max Naujocks; Wartenberger Weg 21 in Malchow. Max Naujocks wurde von der Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt Link: https://www.bz-berlin.de/berlin/holocaust-gedenkstaette-yad-vashem-ehrt-zwei-berliner