Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Berliner Bezirks Lichtenberg repräsentiert den politischen Willen von etwa 280.000 Bürgern des Bezirks. Dies sollte ein Mindestmaß an Respekt in den monatlichen Sitzungen abfordern. Aber Manchem scheint jedweder Anstand zu fehlen.

Ein Verordneter, der zu Beginn der jetzigen Legislatur für die Grünen in die BVV eingezogen war und schon im Dezember 2017 der Grünen-Fraktion den Rücken gekehrt hatte um in den Reihen der LINKEN Unterschlupf zu finden, stellte einmal mehr unter Beweis, wie gering sein persönlicher Respekt vor dem Votum der Wähler und vor der BVV ist.

Im Plenum am vergangenen Donnerstag schoss er den Vogel überhaupt ab.

Jener Verordnete erschien mit einer Badehose bekleidet in der Versammlung. Doch nicht nur das, er schwang sich sogar zum Rednerpult und hielt derart mäßig bekleidet eine Rede. Für Interessierte an diesem skurrilen Auftritt: hier nachzuverfolgen (https://www.youtube.com/watch?v=Bh1sa-jQrUu0) ab etwa 02:30 Minuten. Und, wie er mit seinen einleitenden Worten unterstrich, er war auch noch stolz auf sein an diesem Ort zu dieser Veranstaltung unpassendes Kleidungsstück.

Innerhalb kurzer Zeit ging dieser Auftritt viral, was letztlich dazu führte, dass die Sitzung kurz für eine Beratung des Ältestenrats unterbrochen wurde. Doch da wurde nicht etwa das völlig deplatzierte Kleidungsstück moniert, sondern es wurde Kritik daran geübt, dass aus der Sitzung heraus Bilder veröffentlicht wurden. Bilder, die ohnehin im Livestream zu verfolgen waren – oder zumindest hätten verfolgt werden können. Denn die Zuverlässigkeit des Livestream der BVV-Sitzungen in Lichtenberg ist ein ganz spezielles Thema für sich.

In die Diskussionen in den sozialen Medien mischte sich ein selbsternannter Journalist ein, der (regel-)mäßig über die Sitzungen berichtet. Er schrieb, er habe die Sitzung mit den Füßen in einem Wassereimer verfolgt und niemanden habe das gestört.