Die Fraktion der Grünen in der BVV Lichtenberg beantragte in der Oktober-Sitzung der BVV, dass der bislang namenlose Vorplatz am Bahnhof Lichtenberg in Eugeniu-Botnari-Platz umbenannt werden soll. Der Moldawier Eugeniu Botnari sei, so die Grünen, einem „rassistischen und sozialchauvinistischen Anschlag“ in Lichtenberg zum Opfer gefallen.

Heribert Eisenhardt, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion in der BVV Lichtenberg, erklärt dazu:

„Wir lehnen den Antrag ab, weil der ‚rassistische und sozialchauvinistischen Anschlag‘ zwar von den Grünen behauptet, aber durch keine Fakten belegt wird. Bekannt ist bislang, dass ein Einzelhändler nach einem Ladendiebstahl Selbstjustiz übte und Eugeniu Botnari dabei so schwer verletzte, dass er später daran verstarb. Der Einzelhändler ist dafür zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. So traurig der Fall ist: Warum der Lichtenberger Bahnhofsvorplatz nach einem Opfer von Selbstjustiz benannt werden soll, erschließt sich nicht. Es wird ja nicht jedes Gewaltopfer mit einer Platzbenennung geehrt. Man könnte ihn andernfalls auch nach der Hohenschönhausenerin Maria Pirsch benennen, die im Jahr 2015 durch ihren türkischen Ex-Freund grausam ermordet wurde. Das wollen die Grünen aber offenbar nicht. Warum? Es bleibt also noch viel Beratungsbedarf, und deshalb hat die AfD-Fraktion dafür gestimmt, dass der Antrag der Grünen in den Kulturausschuss überwiesen wird.“

Sehen Sie hier die Rede von Heribert Eisenhardt zum Thema „Eugeniu-Botnari-Platz“ >>> https://youtu.be/WVhVL18ZtHo?t=13456