Das Schönste in Hohenschönhausen sind die ausgedehnten Grünzüge vor der Stadt: die Falkenberger Krugwiesen, der Gutspark Falkenberg, das Falkenberg Luch, die Wartenberger Feldmark und weitere mehr. Sie sind zu Fuß gut zu erreichen und bieten frische Luft und freie Sicht. In den neunziger Jahren ließ das Land Berlin den Gutspark Falkenberg umgestalten. Heute undenkbar – als Gestaltungselement wurden Blöcke mit Zitaten des Philosophen Friedrich Nietzsche verwendet:

„DIE SCHÖNHEIT IST DESHALB AUSSER ALLER RANGORDNUNG, WEIL IN DER SCHÖNHEIT GEGENSÄTZE GEBÄNDIGT SIND.“

„AUCH DAS GERINGSTE SCHAFFEN STEHT HÖHER, ALS DAS REDEN ÜBER GESCHAFFENES.“

„DIE GEFAHR DES WEISEN LIEGT DARIN, DASS ER SICH IN DIE UNVERNUNFT VERLIEBT“

Friedrich Nietzsche ist ein früher Philosoph der Moderne. Seine weltberühmte Szene des „Gott ist tot!“ stellte unserer Kultur die Diagnose des Verlusts des geistigen Fundaments. Im Buch „Also sprach Zarathustra“ beschrieb Nietzsche hellsichtig die Charaktereigenschaften einer kommenden Generation, die er „letzte Menschen“ nennt. Es scheint, als hätte Nietzsche schon vor 150 Jahren den heutigen BRD-Bürger vorhergesehen. Jene beschmierten nun die Blöcke im Park, sodaß der obszöne Schriftzug „ACAB“ (Abkürzung von: „all cops are bastards“ auf deutsch: „Alle Polizisten sind Bastarde.“) weit sichtbar die schöne Landschaft verunstaltet, wie obenstehendes Foto zeigt.

Die AfD-Fraktion stellte in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg den Antrag „Graffitibeseitigung und -schutz im Landschaftspark „Gut Falkenberg““ (DS/1609/VIII)

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen: Das Bezirksamt wird ersucht die drei künstlerischen Betonelemente mit Sprüchen des Philosophen Friedrich Nietzsche, die im Landschaftspark „Gut Falkenberg“ stehen und (siehe Foto 1-3 im Anhang), entsprechend reinigen zu lassen. Darüber hinaus sollte in diesem Zusammenhang geprüft werden, ob die drei Betonelemente zur langfristigen Sicherung anschließend mit einem Graffitischutz versehen werden können.

Begründung: Ab dem Jahre 1999 wurde der Landschaftspark „Gut Falkenberg“ durch Prof. Loidl (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Loidl) und sein Atelier gestaltet. (Link: https://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/ergebnisse/1999/falkenberg/). Für die Gestaltung des gesamten Areals wurden damals demnach 5 Mio DM (ca. 2,5 Mio Euro) veranschlagt. Für das Bestreben, Touristen auch für die Peripherie unseres Bezirkes zu begeistern und Kultur auch in die ländlichen Ortsteile unseres Bezirkes zu gewährleisten, ist die Erhaltung bestehender Anlagen die unverzichtbare Grundlage.